Sweat

August 26, 2008

Ist zwar schon ein paar Tage her, aber denoch wollte ich das Ergebnis nachreichen. Am Sonntag habe ich die Zeit gefunden, um am 10K-garanteed teilzunehmen. Die Ideale Gelegenheit, denn nur 110 Leute haben mit gemacht. Um´s kurz zu machen: Einmal dummes Pech, zweimal Megaglück …. Alles Moppelkotze und am Ende gab es „nur“ $100 für Platz zehn. Hätte mehr drin sein können! :-/

Als ich gedaddelt habe war mir langweilig und nebenbei habe ich die Hände notiert. So ist ein megalanger Bericht entstanden …da er nun schon mal existiert, kann ich ihn auch in die Welt stellen. Wer´s sich antun möchte, kann also alles ausführlich lesen:

„Heute Abend hatte ich mal etwas Freiraum und da kurz vor dem Start des $10K-garanteed nur rund 90 Spieler gemeldet waren, nutzte ich die Chance und registrierte mich auch. Da ich noch ein Ticket hatte, wurde das eingelößt und so sparte ich mir die $55 Buy-in. Gestartet wurde mit 3.000 in Chips und die Levels (10/20, 15/30 …) sind auf 20 Minuten ausgelegt. Die Software ist zwar etwas lahm wenige hnds/hr), aber trotzdem hat man eine ordentliche Struktur.

Im ersten Level calle ich zweimal in LP mit marginalen Händen (J9s und A6s), da in beiden Pots viele Leute involviert waren. Beides Mal verpasste ich den Flop total und legte nach Potsizebets (wtf!) ab. Kurz nach den ersten 20 Minuten hielt ich 66 in LP und limpte. Der Flop brachte 5-4-7 mit zwei Diamonds. Preflop Aggresor setzte an (210 in 300-und-etwas Pot), der zweite Spieler callte und ich überlegte kurz und setzte dann Potsize (1.125) an. Villian eins legte ab (Yeah!) aber der zweite Gegner callt (ohhhh noezzz). Turn brachte 4s und damit gleich zwei Flushdraws. Villian bettet 30, die ich natürlich calle. Auf dem River dann Js und Villian checkt. Ich überlege kurz, aber denke dass ich geschlagen bin (wenn ich setzte und er callen würde) und calle etwas deprimiert. Beim Showdown zeigt der Gegner doch tatsächlich A2 of Diamonds. Hehehehe.

Den zweiten Pot sacke ich mit JJ ein. Der Button raist auf zwei BigBlinds, hat aber auch kaum noch was im Stack. Ich raise denoch ein wenig und der Gegner callt. Das Board bringt 4-4-9 mit zwei Clubs. Ich setzte knapp Potsize (425 – genau das was der Gegner hält) und werde gecallt. Villian zeigt JT of Clubs, aber das Board hält.

Die dritte Hand gewinne ich mit KQo, nachdem ich den Flopbet (5-K-T) calle und auf dem Flop den Pot einsammle. Kurz danach wurden die Blinds auf 25750 angehoben. Ich checke im Big Blind 46s und treffe Trips (4-8-4). Allerdings wieder mit ein Flushdraw auf dem Board. Ich setzte 3/4 an und bekomme einen Caller. Turn bringt noch ein Flushdraw und wir Beide checken. Der River bringt mir ein Full House, allerdings bemerke ich das nicht, da meine Frau mich gerade wegen dem Telefon nervt. Ich checke aus Angst vor dem Flush (Instaclassic) und Villian checkt und lacht sich kaputt.

Egal, den kurz danach werde ich an einen neuen Table versetzt. „Me is Bully“, also raise ich in EP mit 22. Ein caller, ich treffe das Set (2-K-Q Rainbow) und checke. Check behind und ich spiele den Turn ( 4 of Clubs, damit alle vier Suits auf dem Board) mit 2/3 Potsize an. Ein Call und der River (K) bringt mir das Full House. Ich setzte mit 400 an und Villian pusht mit 2.025. Ich calle und der Gegner zeigt JQ. Ich bin kurz vor dem ersten Break mit fast 8,5K weit über Average (4K).

Danach starten 83, von ursprünglich 110, in das vierte Blindlevel (50/100). Ich liege (knapp) an 3. Stelle und hoffe, dass ich die Position halten kann, denn die Top Drei bekommen zwischen $1.150 und $2.900. ^^

Dann kam lange Zeit nix. Einmal ein niedriges Pocketpair, dass ich nach einem Checkraise auf dem Flop abgelegt habe. Eine Hand bevor die Blinds auf 75/150 angehoben werden, bekomme ich KK in EP. Ich raise und der Tablebully callt mich. Der Button pusht mit etwas über 3K in einen Pot von rund 1.000 und ich pushe ebenfalls. Bully legt ab, Villian zeigt QQ …. Flop bringt Blanks aber der Turn die Dame.

Ich bin runter auf etwa 3,7K. Vier Hände später bin ich dann auch schon All-in. Der Table Bully eröffnet (450) und ein Short Stack pusht (1.895). Ich halte AQo und schiebe ebenfalls in die Mitte (3.490). Der Bully überlegt lange und callt dann mit Pockettens. Der Shorty zeigt AK – autsch.

Erneut bringt der Turn die entscheidende Dame. Alles rigged, aber ich kassiere einen dicken Pot und bin bei über 9K erneut in ruhigen Gewässern.

Gleichzeitig spiele ich inzwischen das $500-garanteed ($11 Buy-in, 49 Spieler). Dort habe ich in den ersten drei Level (gleiche Struktur, aber 15 Minuten Levels) nur eine Hand spielen können, was mich mit dem Anfangsstack weit hinter dem Average zurücklässt (3K bei fast 5K Avg). Aber mit noch über 30 Big Blinds ist noch lange keine Panik angesagt gewesen.

Leider trifft mich ein Colddeck und vor allem im $10K kann ich in den Leveln 4 bis 6 kaum eine Hand spielen. Die beiden oben genannten (KK & AQ) wurden ergänzt durch 55 – wo ich in EP die Blinds kassierte) … drei Hände in drei Level – call me Dan Van Rock!

Beim $500-garanteed bekomme ich auch nix (.. außer ein paar Kings, die die Blinds kassieren :-/), was mir aber relativ egal ist, da ich mich logischerweise mehr auf´s $10K konzentriere. In der Pause überlege ich mir , wie ich am besten massig Chips bekomme. Ich schweife ab und träume von Set over Set und Full House gegen Nut Flush. 😉

Ich hoffte das ich ein paar Hände bekomme, sodass ich – wenn es auf die Bubble zugeht (Top 20 itm)- noch genügend Chips habe um Druck machen zu können. Zu dieser Zeit rangierte ich auf 12/50 mit 8.600 (avg. 6.600).Die Blinds wurden nach der Pause auf 150/300 (Ante 25) angehoben und in der ersten Hand habe ich mir im Small Blind mit Pocketsix den Big Blind und die Ante geschnappt.

Gleichzeitig bin ich mit 99 gegen AK im $500er gebustet … ship it.

Kurz vor dem Ende des 7. Levels dachte ich schon, wieder nur eine Hand spielen zu können. Aber dann kann ich einen Shorty mit KTo gegen 87o vom Tisch nehmen … Ante, Blinds und der Short Stack sind mein – Kleinvieh macht auch Mist! Somit liege ich zum Start des 8. Levels (200/400, Ante 25) bei knapp 9.400 (Avg. 8.700) und halte Rang zwölf 12 von 38.

Wenig später bekomme ich erneut die Cowboys. Ich sitze im Button und warte auf Aktion. Reihum Folds und sogar d er Bully legt ab. Der Spieler, welcher zuvor mit seinen Damen so glücklich gegen mich aufdoppeln konnte überlegt und überlegt und … foldet. Na ja, zumindest kein weiterer Beat. Alle werfen weg und ich setzte an. Auch die Blinds trauen sich nicht. Ufffff.

Als nur noch 35 Spieler im Turnier waren, erreichte ich zum ersten Mal wieder Average Stack (knapp unter 10K). Leider bekam ich immer noch Mist und muss zusehen wie mein Stack weiter schrumpfte. Im Small Blind folden alle zu mir und ich mache mit JQo ´nen Raise – natürlich foldet der Big Blind, denn „Me is Dan Van Rock“.

So langsam wurde es widerlich. Nachdem die Blinds auf 300/600 (Ante 50) angehoben wurden, lag ich bei 8,6K und der Average über 10K. Das Feld war recht kompakt und vom 3. (18K) bis zum Letzten (3,2 K (Rang 32)), lagen nicht all zu viele Blinds. Ergo war mein nächster Schritt Aufdoppeln, um mich für den Final Table zu rüsten.

Einweiteres Highlight ist KJs im Small Blind. Aber nachdem ein Shorty eröffnet hat und ein weiterer Spieler erhöhte, hätte ich Pushen müssen und folde. Uffffffffff.

Als nur noch 30 Spieler im Rennen sind liegt mein Stack bei knapp über 6K. Ich liege auf Rang 25 und bekomme mit K2s die Gelegenheit reinzustellen. Shorty pusht mit knapp über 2.200 und der Chipleader callt. Ich schiebe rein und werde gecallt. Shorty zeigt K9s, Bully A6o und ich hatte mal wieder den besten Spot ausgesucht. Wie auch immer, ein Flop von 2-4-8 brachte mir den Lead, aber die zwei Herzen dem Shorty einen Flushdraw. Turn war blank und der König auf dem rettete mir den Arsch.

Danach gab es den dritten Break. Noch 29 Spieler im Turnier, der Average lag bei fast 11.400 und die Blinds wurden nach der Pinkelpause auf 400/800 (Ante 50) angehoben. Ich lag mit etwas unter 15K auf dem 6. Platz und startete im Button. Auch mal schön 😀

An meinem Tisch saßen die Top 3, die zwischen 25K und 37K hielten, was auch nicht gerade sehr deep war. Ein weitere Plus war, dass ich auf zwei der Bullys Position hatte und der Dritte mir fast gegenüber saß.

Ch konnte auf fast 20K ausbauen, als der Small Blind frech wurde und mit J7o die Blinds klauen wollte. Ich hielt ATo und er belegte Rang 28. Gleich drauf holte ich mir die Blinds aus dem SB und lag mit 25 Big Blinds auf dem 5. Platz. Ich sagte ja, das Feld war kompakt. ^^

Zu Start von Level 11 (500/1.000, Ante 100) lag ich immer noch auf Platz 5 (von 23) – musste aber mit rund 19 Big Blinds auch vorsichtig sein … Ich spekulierte die Bubble zu überleben und danach dann in einem Mutliwaypot vervielfachen zu können – außer natürlich ich könnte vorher schon zuschlagen!

Und das tat ich dann, als ich mit Pockettens einen Shorty (ATs) verputzte und die Bubble-Zeit einläutete. Btw: mit meinen rund 25K war ich nun Dritter der Gesamtwertung – lmao. Kurz darauf sammelte ich mit AQo den Grundpot (2.200) ein. Kurz darauf gab es eine Schlacht des Leaders mit dem einem Spieler, der rund 20K hielt. Der Bully hatte die Asse und der Bubbleboy war gefunden.

Nun hieß es FINAL TABLE OR BUST. Ich lag mit meinen fast 27K immer noch auf Position Drei, nur der Führende war mit fast 70K Jemand mit einem wirklichen Stack. Der Average lag bei 17.000 und es sollten noch zehn Minuten im aktuellen Level gespielt werden.

Wenig später wurden mir dann die Asse zugespielt. Ich fackel nicht lange und eröffne Potsize auf 3.500. Der Bully callt und ich treffe mein Set (A-Q-x, mit zwei Clubs). Bully checkt OOP und ich ebenfalls. Der Turn bringt ein potenzielles Flush und der Bully bietet 5K. Ich pushe etwas übereifrig und er foldet. Immerhin steige ich auf über 30K auf und belege Positon Zwei. Gleich im Anschluss gibt es schon wieder die Pocketrockets und ein Shorty mit 10K doppelt gegen den Bully auf, der auf 40K abrutscht.

Obwohl die Bubble geplatzt war und die Plätze elf bis 20 gleich besoldet wurden, lockerten die Spieler nicht auf. Nachdem die Blinds auf 750/1.500 (Ante 150) angehoben wurde, waren immer noch 18 Spieler dabei.

Kurz darauf bekomme ich erneut die Pocketrockets, gewinne aber nichts, da alle folden … Uffffffffffffffffffff. Ich halte mich mit „gezielten“ Bets auf Rang drei. Der Bully kassiert dann ´nen Monsterpot als er mit AA gegen zwei Spieler (KK/JJ) antritt und gewinnt. Nun war der Knoten geplatzt und es waren kurze Zeit später nur noch elf Leute dabei. Die zweite Bubble, dauerte wundersamer Weise ebenfalls recht lange, obwohl der Sprung von $100 auf $150 lächerlich war.

Mein bedauerliches Ende kam, dann als Final Table Bubbleboy. Der Bully raiste verdächtig hoch und ich setzte Potsize an, mit dem Ziel entweder zu callen oder auf dem Flop zu pushen. Der Flop (A-Q-X mit Flushdraw) war zwar sehr unschön aber ich pushte trotzdem. Leider hielt der Villian AQ und das Spiel war für mich beendet. Vier Stunden Sweat für lächerliche $100 – ich könnte mir in den Arsch beißen … immerhin habe ich mich mi nur $6 qualifiziert, was das Ganze etwas erträglicher macht.“

Last, but not least noch ein paar coole Videos von Spaniens Ausnahme Talent Ricky Rubio. Ich habe die Olympiade nicht verfolgt, aber angeblich soll er dort auch sehr solide gespilt haben. Viele handeln den 17-Jährigen als potentiellen No.1 Pick beim nächsten Draft.

Pars pro toto

Juli 21, 2008

… ist Latein und bedeutet soviel, wie: „Ein Teil steht für das Ganze“. Da muss ich wohl mal in Lateinunterricht aufgepasst haben, denn vor Kurzem ist es mir beim Lesen eines Artikels spontan eingefallen. In dem Artikel ging es um einen neuen Trend in der NBA. Es wird immer populärer, dass manche Spieler für ein paar Jahre nach Europa gehen. Vor allem weil sie dort teilweise mehr Geld bekommen (und dazu noch in harten Euros ausbezahlt werden) ist es lukrativ für sie. Hinzu kommen weniger Saisonspielen und damit eine Schonung des Körpers. Nun hat ein High School Absolvent sich zum ersten Mal, seit Einführung der neuen Altersgrenze für die NBA, für Europa anstelle eines US-College entschieden. Brandon Jennings wird sich in Italien für die NBA warmspielen und dazu noch eine Menge Geld machen, anstelle die Schulbank drücken zu müssen. Heute wurde auch bekannt, dass sich eventuell Josh Childress für Olympiakos entscheiden und somit der NBA für drei Jahre den Rücken kehren wird.

Beim Pokern ist es ähnlich. Spielen alle am Tisch tight, sollte man loslegen und die Pötte kampflos abgraben. Sitzen am Tisch sehr loose Spieler, so muss man ein paar Gänge zurückschalten. Also immer entgegen der Masse. Aber das gilt nicht nur für den Tisch im Einzelnen! Vielmehr muss man sich immer einen Schritt vor dem Hauptfeld der Spieler bewegen. Fast jeder kennt inzwischen die Standardwerke, so das die dort beschriebenen Grundsätze teilweise nicht mehr stimmen können. Die besten Spieler – egal ob Turnier oder Cashgame – sind ihrer Zeit voraus und setzten Maßstäbe.

Ein gutes Beispiel hierfür ist: „The CO is the new Button“. Auch diese Aussage ist zwar schon wieder veraltet, zeigt aber Perfekt wie schön dynamisch Pokern ist. Und zwar sowohl am Tisch und während des Spiels, als auch global. An (NL) Hold`em haben sich schon viele sattgespielt und das totgeglaubte Stud wird immer populärerer. Auch die Mixed-Games steigen in der Beliebthaitsskala und auch hier kann man schon einen Trend erkennen.

Nicht exakt das Gleiche, aber zumindest recht ähnlich ist die Pareto-Verteilung. Hierbei geht es – grob gesagt – darum, dass sich in vielen Prozessen die 80-20-Verteilung findet. So besitzen beispielsweise 20% der Bevölkerung, 80% des Vermögens. Auf Poker bezogen, könnte man Vergleiche zu den Handranges ziehen. Natürlich sind die Werte nicht exakt, aber die 80-20 Verteilung ist ein guter Ansatz. Für MTTs beispielsweise sind 20% ITM recht ordentlich und wenn man aber nun die ITM-Platzierungen auswertet, dann sind sicherlich davon die besten 20% für 80% des Gewinns ausschlaggebend. Also sollte man sich generell darauf konzentrieren in genau diesen 20% das Maximum zu geben. Völlig unbewusst habe ich das gestern gemacht. Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich für den Turbo Takedown (nächsten Sonntag) qualifiziert. Da ich nur äußerst selten und dann auch nur zum „Spaß“ MTTs zocke, dachte ich ein wenig Auffrischung würde mir gut tun.

Dafür eignen sich meiner Meinung die $4-180er SnG´s ganz gut, wenn man etwas mit der Bankroll haus wirtschaften muss. Also mal fünf der Dinger angeworfen und am Ende war ich bei zwei Stück auf gutem Kurs. Leider war bei dem einen dann an der Bubble ein Colddeck angesagt und wie üblich bei solchen Donkwettbewerben, wurden die meisten (80% ?) Spieler viel zu tight und foldeten reihum. Leider habe ich nicht mal eine marginale Hand zum stealen bekommen und musste verbittert zusehen. Ausgeschiedene bin ich dann kurz nach der Bubble, was eh nichts einbringt. Beim Anderen bin ich dann kurz vor der Bubble, auf Platz 20 raus.

Hätte ich die Hand (das Bild kann man anklicken, um sich das „Video“ anzuguggen) gewonnen, wäre ich Chipleader gewesen und hätte mit knapp über 90 Big Blinds gut aufspielen können. Ironischer weise habe ich sobald ich die Aces gedealt bekommen hatte, sofort an das Buch „Die fünf Ringe“ von Miyamoto Musashi denken müssen. Irgendwann beschreibt er – leider finde ich die Stelle augenblicklich nicht, deshalb eine Zusammenfassung und kein Zitat – , dass man sich vor einem Kampf im klaren sei muss, dass man jederzeit sterben kann. Als ich das Buch gelesen haben, halfen mir viele Stellen wirklich weiter, diese aber wohl am meisten.

Was mich nun vielmehr interessiert, ist die Hand aus der Sicht des Villian:

Die Blinds liegen bei 150/300 und einer Ante von 25, der Stack des „Hero“ beträgt 20.704 oder 69 Big Blinds (oder rund 33 M). Viele am Tisch (sieben Spieler) sind verhältnismäßig Deep und über Average. Noch 20 Spieler sind im Turnier und die Top 18 landen im Geld.

Hero bekommt in mittlerer Position (UTG+2) 4d 4s

UTG folds

UTG+1 folds

Hero raises to 669

CO folds

Button folds

SB raises to 3.000

BB folds

Hero calls

Flop: Ks 3h Kh (Pot 6.475)

SB checks

Hero raises to 8.400

SB raises All-in 10480

Hero calls 2.080

Aus meiner Sicht war die Sache recht eindeutig. Ich habe den Raise (Preflop) leicht höher angesetzt um dem Gegner das Gefühl zu geben, ich sei auf einen Steal aus. Der Flop war nicht gerade prächtig, aber Angst vor dem dritten König hatte ich nicht. Bei einem Contibet meinerseits hätte ich einen Push von ihm callen müssen und deshalb wollte ich sehen was der „Hero“ macht. Sein massiver Bet zeigte mir, dass ich vorne liege und der Push war „insta“.

Aus seiner Sicht: Keine Ahnung ob oder was er sich beim Flop-Bet gedacht hat. discuss!

Wenig diskussionswürdig hat sich dafür mein Abschneiden beim $10k-Garanteed ($55 Buy-in) auf Poker4Ever zugetragen. Die Qualität des Turnieres war besser als sie frühers der Fall waren. Man startete mit 5.000 in chips bei Blinds von 10/20. Die Blindlevel waren auf 12 Minuten gesetzt, aber leider ist die Software ziemliche lahm, so das man die Werte auch etwas relativieren muss. Ich bekam in der Frühen Phase genau zwei spielbare Hände. Einmal J9s und einmal die Shcneemänner (88). Beide Pots konnte ich gewinnen, doch bei der J9-Hand hab ich für meinem geflopptes Two Pair nur wenig bekommen.

Ein wirklich eiskaltes Deck hat meinen Stack schrumpfen lassen und im Push-or-Fold-Modus habe ich Pocketjacks in LP bekommen. Ein EP raist zu meiner Freund und ich pushe mit einer Hand voll Blinds. Er callt mit KQs und trifft gleich die Dame auf dem Flop. Stunden später hab ich auf die Sonntagsturniere auf PokerStars gewartet. Ich hab dann noch mitten in der Nacht und völlig übermüdet aus Langeweile vier Tables (NL10, NL20 und NL100) aufgemacht und etwas gedaddelt. Heute morgen ist mir erst aufgefallen, dass ich $20 mehr hatte, wie vor dem Turnier-Einkauf. Also knappe $75 plus ohne es zu merken … $1.000 ich komme 😉

Keep fightin`!

Mai 27, 2008

So ich habe mich wieder beruhigt. Zwar geht´s immer noch nicht bergauf (eher breakeven), aber man darf ja nicht aufgeben. Ich habe jetzt die Tischanzahl von 4 auf 7-9 erhöht. So spiele ich einfach besser. Vergleichsweise ist es so, als ob ich nun mit einer Reuse Fischen gehe, als zu versuchen alle Fische mit der Hand zu fangen. Das es lediglich breakeven ist, verdanke ich ich wieder üblen Suckouts. Habe alleine drei bis vier Megapots (25BB+) an Underdogs abtreten müssen. Dann bin ich zig mal in dominierte Hände gelaufen … dumm nur das ich immer die „besseren“ Kicker hatte, aber die Villians irgendwann ihr Two-Pair gemacht haben. Was soll´s – heißt ja „Longterm Variance“.

Ich habe einen neuen Blog entdeckt. Von Gabe Muoneke. Ein Basketball Blog, aber warum ich das hier poste. Der Typ gibt auch nicht auf. Klasse. Pendelt in der Welt rum, obwohl er „eigentlich“ in der NBA spielen sollte. Zur falschen Zeit am flaschen Ort, oder zu langsam … was auch immer. Derzeit sind die Playoffs im Gange und ich bin mal gespannt wie es sich entwickelt. Viele favorisieren L.A.Lakers gg. Boston Celtics als Finale, aber ich gebe San Antonio und Detroit noch dicke Chancen. Sie haben Herz … und hören nie auf zu kämpfen. Im Prinzip eh schnuppe, da meine Clippers ausgeschieden sind. Mal sehen was sie in der Offseason reißen können. Man munkelt ein Trade könne Kirk Hinrich bringen, da die Bulls sich Derick Rose holen könnten. Zudem haben die Clippers den 7.Pick und können sich evtl. einen guten Rookie sichern. Mayo oder Love wären cool, gehen aber wahrscheinlich schon vorher weg.

Zum Abschluss noch die Hand des Tages:

8 handed Microrama (Drama at the Micros)

Preflop: Hero is BB with As, Kc.
UTG calls,
SB calls,
Hero raises,
UTG calls,
SB calls.

Flop: (6 SB) 5h, 3d, 5c (3 players)
SB checks
Hero bets
UTG calls
SB folds

Turn: (4 BB) 2s (2 players)
Hero bets
UTG calls

River: (6 BB) Ad (2 players)
Hero bets
UTG calls

Final Pot: 8 BB

Results below:

Board is 5h, 3d, 5c, 2s, Ad
Hero has As Kc (two pair, aces and fives).
UTG has 9c 4c (straight, five high).

Outcome: UTG wins 8 BB, Hero thinks WTF?

Zum Glück sind die strohdumm und checken … hätte mich doch glatt ´nen BB mehr gekostet^^