Beim Turbo erfroren

Juli 29, 2008

Der Montag ist für mich der Tag der Sonntagsberichte und der Dienstage … auch. Also war es nix mit Pokern gestern und heute werde ich nur spät ein wenig grinden können. Mal guggen, was geht.

Der Turbo Takedown ist an mir vorbeigezogen und wenn jemand sagt: „Boah, da hatte ich aber ein Colddeck“, dann kann es im Leben nie so kalt wie meines gewesen sein. Die Struktur dieses „Turbos“ ist recht angenehm, aber trotz allem konnte ich nicht in das Spielgeschehen eingreifen. Bis zur (ersten) Pause habe ich dreimal (!!!) den Flop gesehen. Ingesamt habe ich sieben Hände gewinnen können – immer ohne Showdown, denn selbst der Letzte am Tisch hatte bemerkt: „Uiiiii, der is` aber tight“.

Einmal hatte ich Jacks (meine beste Hand :-(), konnte aber nur die Blinds abstauben. Der Rest war Müll, Baby-Asse oder sonst was unspielbares. Hatte ich marginale Hände wurde der Pot vorher geraist und ich konnte entweder nicht abschließen (Leuet hinter mir) oder es waren einfach die Outs nicht da. Die Gelegenheit zu Steals gab es auch zu selten und so war ich weit unter Average.

Nach der Pause wurde es natürlich kritisch und nach einem Openraise von EP pushte ich mit AxTx. Der EP-Spieler callt mit AxQx (war ja klar), aber das Board brachte K?666 und mir ´nen Splitpot. Kurz danach bin ich gegen den selben Spieler mit 66 gebustet – er hielt AhJh und traf sein flush am River.

Wie auch immer. Das Turnier ist geil und ich versuche beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. Dann aber mit einem brandheißen Deck!

Im August muss ich dann endlich meinen Bonus clearen, ansosnten werde ich nebenbei die T$ in die $4-180er investieren und bei P4E weiter daddeln.

Salute,

nachdem ich gestern bis tief in die Nacht an den Tischen der Online-Welt gesessen habe, musste ich heute erstmal ausschlafen.
Ich muss sagen, im Moment macht es richtig viel Spaß zu spielen, selbst die negativen Ausschläge der Varianz bereiten mir kein Kopfzerbrechen.
Es war die richtige Entscheidung, meine gesamte Roll auf Stars einzuzahlen und auf das Limit 1/2 zu wechseln.
Ich habe genug $$ behind, so dass ich vernünftig spielen kann, ohne dass ich befürchten muss, ein Limit nach unten gehen zu müssen. Ich habe auf den Punkt genau 9.500 Hände gespielt, verteilt auf den Limits .50/1 und 1/2.
Der beruhigende Graph sieht wie folgt aus:

Trotz der guten Ergebnisse ist nicht alles perfekt, weil ich definitiv noch eine Leaks in meinen Spiel habe. Einen zu geringen Prozentsatz an PFR, um nur eine Schwäche zu nennen.
Dennoch bin ich mit dem abgelaufenen Monat zufrieden, da ich neben dem Erreichen des SilverStar Status noch meine FPPs für einen IPod Shuffle eingetauscht habe, den ich gut zum Joggen einsetzen kann.
Darüber hinaus habe ich den 240$ Bonus aktiviert, für den ich 8.400 erspielte FPPs brauche, um ihn zu erhalten.

Trotz all dieser Möglichkeiten, die ich auf Stars erhalte, stelle ich mir dennoch immer wieder die Frage, ob Pokerstars eigentlich der richtige Roker-Raum ist, auf dem ich spiele.
Ich habe mittlerweile fast alle Plattformen ausprobiert und würde im Moment eigentlich nur zwei Räume nennen, auf denen ich regelmäßig spielen würde. Zum Einen ist die Stars, zum Anderen Full Tilt Poker.
Die Software auf Stars gefällt mir besser, aber dies sollte nicht der alleinige Grund sein, um die Plattform auszuwählen.
Für Fulltilt sprechen die 27% Rakeback, das Punktesystem mit dem ebenfalls sehr guten Shop. Darüber hinaus sehe ich die comic-ähnliche Grafik nicht unbedingt als störend an.

Stars hingegen bietet das größere Spielerangebot, ebenso sind die Turnierangebote in meinen Augen besser. Hinzu kommen die Möglichkeiten durch Intellipoker, welche verständlicherweise nur auf Stats angeboten werden.
Was mich an Stars etwas stört, ist das fehlende Rakeback. Viele Spieler sind der Meinung, dass durch die Möglichkeit, die FPPs einzutauschen, Stars die bessere Alternative ist.
Dagegen spricht in meinen Augen, dass sich der Umtausch von FPPs in Gutscheine etc. erst ab einem bestimmten Status sowie erst ab einer hohen Anzahl FPPs lohnt.
Ich habe irgendwo mal Berechnungen gelsesen, dass sich das Rakeback bei FTP auf den kleineren Limits eher lohnt, sobald man die höheren Limits erreicht hat, wäre das Spiel auf Stars vorteilhafter.
Ich versuche den Artikel mal zu finden und werde ihn dann hier verlinken.

Ein Plattformwechsel steht aufgrund des ausstehenden Bonus im Moment eh nicht zur Debatte, aber sich nur auf einen Anbieter zu konzentrieren ist auch nicht das Wahre.

In diesem Sinne,
keep going, der Bonus wartet.

Don Scots!

Sucking back!

Juli 26, 2008

Liebe Mittel- und Langewellenempfänger, da bin ich mal wieder. Habe die letzten Tage so gut wie gar nicht gespielt. Bei meinem Hassraum (P4E) war ich kurz davor, in einem NL1.000-Fullring-Game meine ganze „BR“ an den Tisch zu bringen. Das Game war richtig soft und dem entsprechend verlockend. Imo gibt es  NL50-Tische auf Stars, die besser sind. Da waren einige Regulars die echt was drauf hatten, aber die Meisten haben nur so mit dem Geld um sich geworfen. Kein Wunder, dass der Tisch so 4-5 Leute pro Pot gesehen hat. Habe aber dann aber (vernünftigerweise ) doch gekniffen und durfte aus Strafe mal an den Micros auch ein paar Potts abgegeben.  Ist ja eh egal.

Das Projekt-FL ruht immer noch und ich will morgen erst einmal den Turbo Takedown spielen. Hoffe das ich cashen kann, denn eventuell nehme ich den Gewinn für einen weiteren Bonus … mal guggen. Ansonsten habe ich mal wieder die 70FPP-Sats für das Sunday Hudnred Grand gezockt. Bei fünf Stück habe ich doch gleich dreimal gewonnen. Meine Fresse, was habe ich Suckouts verteilt. Bei den Turbobs kann man im Prinzip nicht viel falsch machen, da die Blinds einem die Hölle heiß machen. Ich habe teilweise gute Karten bekommen und konnte fast jeden Flip gewinnen … und eben diese Suckouts landen. Kann mich schon nicht mehr an alle erinnern, was mich wiedermal bekräftige, dass die eigenen Bad Beats wirklich extrem selektiv wahrgenommen werden. Der lustigste Beat hat mir ´nen netten Pott gebracht und gleich zwei Gegner ausgeschaltet.

Ich war recht deep und weit über Average. Es muss so das dritte Level gewesen sein und ich hab mit A8o gecallt, da zwei weitere Leute in der Hand ebenfalls recht deep waren. Der Flop brachte 388 und ich hab fast den doppelten Pott angespielt. Das mache ich gerne bei den Turbo-Sats, da es immer einen oder gar zwei gibt die dann callen oder sogar pushen ohne was auf der Hand zu haben. Einer callt und ein zweiter pusht. Ich reraise All-in und der Caller geht ebenfalls in die Mitte.

Der Pusher zeigt 33, ich A8 und der letzte K8 – Autsch. Aber keine Angst, das Ass auf dem Flop rettet mir den Arsch :D. Gab noch ein paar glückliche Hände, wie z.b. 55 gg. ein höheres Pärchen, wo ich dann ein Set floppe … aber so was gehört halt auch mal dazu.

Ich werde mal so 20 Stück zocken und guggen wie viele T$ ich erspielen kann. Die investiere ich dann wahrscheinlich in $4-180er und den Erlös spende ich meiner BR oder der WCOOP … mal guggen.

Up to 1/2

Juli 23, 2008

Salute,

nachdem ich am Wochenende knapp 4.000 Hände gespielt habe und ich mich immer sicherer fühle, habe ich gestern den Schritt auf 1/2 unternommen.
Aber der Reihe nach:

Nachdem ich mich erstmal richtig geärgert habe, dass ich meine restliche Bankroll von Betmost Poker Sonntag Nacht auf Stars geschoben, und somit den „2x“ Bonus verpasst habe, war es nun an der Zeit, den Bonus doch noch irgendwie abzugreifen.
Auscashen , um danach wieder einzucashen war keine Option, also habe ich sämtliche $$ von allen Poker- und Sportwetten-Seiten heruntergezogen und bin am Ende auf 602$ gekommen. Hat also gereicht, Bonus ist angelaufen!

Mit dem Blick auf meine nun vorhandene Roll auf Stars habe ich mich entschieden, FL SH .50/1 hinter mir zu lassen und das Limit 1/2 in Angriff zu nehmen. Genau das Limit an dem ich das letzte Mal gescheitert bin.
Ich hatte mich dazu entschlossen, trotz des Limit-Aufstiegs weiterhin vier Tische zu spielen, um mein Spielstil nicht zu verändern.
Leider liefen die für mich psychlogisch wichtigen ersten Hände recht katastrophal, so dass ich schon relativ früh ein schlechtes Gefühl hatte.
Mit der Zeit lief es aber immer besser, so dass ich die Session von knapp 400 Händen am Ende mit knapp 20BB im plus abschließen konnte.

Ich bin mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden, allerdings war aufgrund der Starthände eigentlich mehr drin. Zweimal KK verloren, einmal Queens und einmal Set gegen Straight.
Lange Gedanken habe ich mir um folgende Hand gemacht. Hätte ich am Turn merken müssen, dass ich hinten liege?
Im Intelliforum sagen mir erfahrenere Spieler, die Hand wäre vollkommen in Ordnung gespielt. Ich frage mich nur, ob ich nicht einige BB hätte sparen können.
Aber seht selbst:

http://www.pokerhand.org/?2933771

Darüber hinaus habe ich mich entschieden, am Wochenende nicht das Turbo Takedown Turnier zu spielen und stattdessen zu grinden um meine 10.000 Hände im Monat Juli zu erreichen.
Ansonsten bin ich gespannt, ob der gute Lauf nun erstmal so weitergehen wird und wie ich auf Swings reagieren werde.
Ich hoffe, ich habe seit meinen letzten Ausflügen zum Shorthanded Spiel einiges dazu gelernt.

Regards
Don Scots

Pars pro toto

Juli 21, 2008

… ist Latein und bedeutet soviel, wie: „Ein Teil steht für das Ganze“. Da muss ich wohl mal in Lateinunterricht aufgepasst haben, denn vor Kurzem ist es mir beim Lesen eines Artikels spontan eingefallen. In dem Artikel ging es um einen neuen Trend in der NBA. Es wird immer populärer, dass manche Spieler für ein paar Jahre nach Europa gehen. Vor allem weil sie dort teilweise mehr Geld bekommen (und dazu noch in harten Euros ausbezahlt werden) ist es lukrativ für sie. Hinzu kommen weniger Saisonspielen und damit eine Schonung des Körpers. Nun hat ein High School Absolvent sich zum ersten Mal, seit Einführung der neuen Altersgrenze für die NBA, für Europa anstelle eines US-College entschieden. Brandon Jennings wird sich in Italien für die NBA warmspielen und dazu noch eine Menge Geld machen, anstelle die Schulbank drücken zu müssen. Heute wurde auch bekannt, dass sich eventuell Josh Childress für Olympiakos entscheiden und somit der NBA für drei Jahre den Rücken kehren wird.

Beim Pokern ist es ähnlich. Spielen alle am Tisch tight, sollte man loslegen und die Pötte kampflos abgraben. Sitzen am Tisch sehr loose Spieler, so muss man ein paar Gänge zurückschalten. Also immer entgegen der Masse. Aber das gilt nicht nur für den Tisch im Einzelnen! Vielmehr muss man sich immer einen Schritt vor dem Hauptfeld der Spieler bewegen. Fast jeder kennt inzwischen die Standardwerke, so das die dort beschriebenen Grundsätze teilweise nicht mehr stimmen können. Die besten Spieler – egal ob Turnier oder Cashgame – sind ihrer Zeit voraus und setzten Maßstäbe.

Ein gutes Beispiel hierfür ist: „The CO is the new Button“. Auch diese Aussage ist zwar schon wieder veraltet, zeigt aber Perfekt wie schön dynamisch Pokern ist. Und zwar sowohl am Tisch und während des Spiels, als auch global. An (NL) Hold`em haben sich schon viele sattgespielt und das totgeglaubte Stud wird immer populärerer. Auch die Mixed-Games steigen in der Beliebthaitsskala und auch hier kann man schon einen Trend erkennen.

Nicht exakt das Gleiche, aber zumindest recht ähnlich ist die Pareto-Verteilung. Hierbei geht es – grob gesagt – darum, dass sich in vielen Prozessen die 80-20-Verteilung findet. So besitzen beispielsweise 20% der Bevölkerung, 80% des Vermögens. Auf Poker bezogen, könnte man Vergleiche zu den Handranges ziehen. Natürlich sind die Werte nicht exakt, aber die 80-20 Verteilung ist ein guter Ansatz. Für MTTs beispielsweise sind 20% ITM recht ordentlich und wenn man aber nun die ITM-Platzierungen auswertet, dann sind sicherlich davon die besten 20% für 80% des Gewinns ausschlaggebend. Also sollte man sich generell darauf konzentrieren in genau diesen 20% das Maximum zu geben. Völlig unbewusst habe ich das gestern gemacht. Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich für den Turbo Takedown (nächsten Sonntag) qualifiziert. Da ich nur äußerst selten und dann auch nur zum „Spaß“ MTTs zocke, dachte ich ein wenig Auffrischung würde mir gut tun.

Dafür eignen sich meiner Meinung die $4-180er SnG´s ganz gut, wenn man etwas mit der Bankroll haus wirtschaften muss. Also mal fünf der Dinger angeworfen und am Ende war ich bei zwei Stück auf gutem Kurs. Leider war bei dem einen dann an der Bubble ein Colddeck angesagt und wie üblich bei solchen Donkwettbewerben, wurden die meisten (80% ?) Spieler viel zu tight und foldeten reihum. Leider habe ich nicht mal eine marginale Hand zum stealen bekommen und musste verbittert zusehen. Ausgeschiedene bin ich dann kurz nach der Bubble, was eh nichts einbringt. Beim Anderen bin ich dann kurz vor der Bubble, auf Platz 20 raus.

Hätte ich die Hand (das Bild kann man anklicken, um sich das „Video“ anzuguggen) gewonnen, wäre ich Chipleader gewesen und hätte mit knapp über 90 Big Blinds gut aufspielen können. Ironischer weise habe ich sobald ich die Aces gedealt bekommen hatte, sofort an das Buch „Die fünf Ringe“ von Miyamoto Musashi denken müssen. Irgendwann beschreibt er – leider finde ich die Stelle augenblicklich nicht, deshalb eine Zusammenfassung und kein Zitat – , dass man sich vor einem Kampf im klaren sei muss, dass man jederzeit sterben kann. Als ich das Buch gelesen haben, halfen mir viele Stellen wirklich weiter, diese aber wohl am meisten.

Was mich nun vielmehr interessiert, ist die Hand aus der Sicht des Villian:

Die Blinds liegen bei 150/300 und einer Ante von 25, der Stack des „Hero“ beträgt 20.704 oder 69 Big Blinds (oder rund 33 M). Viele am Tisch (sieben Spieler) sind verhältnismäßig Deep und über Average. Noch 20 Spieler sind im Turnier und die Top 18 landen im Geld.

Hero bekommt in mittlerer Position (UTG+2) 4d 4s

UTG folds

UTG+1 folds

Hero raises to 669

CO folds

Button folds

SB raises to 3.000

BB folds

Hero calls

Flop: Ks 3h Kh (Pot 6.475)

SB checks

Hero raises to 8.400

SB raises All-in 10480

Hero calls 2.080

Aus meiner Sicht war die Sache recht eindeutig. Ich habe den Raise (Preflop) leicht höher angesetzt um dem Gegner das Gefühl zu geben, ich sei auf einen Steal aus. Der Flop war nicht gerade prächtig, aber Angst vor dem dritten König hatte ich nicht. Bei einem Contibet meinerseits hätte ich einen Push von ihm callen müssen und deshalb wollte ich sehen was der „Hero“ macht. Sein massiver Bet zeigte mir, dass ich vorne liege und der Push war „insta“.

Aus seiner Sicht: Keine Ahnung ob oder was er sich beim Flop-Bet gedacht hat. discuss!

Wenig diskussionswürdig hat sich dafür mein Abschneiden beim $10k-Garanteed ($55 Buy-in) auf Poker4Ever zugetragen. Die Qualität des Turnieres war besser als sie frühers der Fall waren. Man startete mit 5.000 in chips bei Blinds von 10/20. Die Blindlevel waren auf 12 Minuten gesetzt, aber leider ist die Software ziemliche lahm, so das man die Werte auch etwas relativieren muss. Ich bekam in der Frühen Phase genau zwei spielbare Hände. Einmal J9s und einmal die Shcneemänner (88). Beide Pots konnte ich gewinnen, doch bei der J9-Hand hab ich für meinem geflopptes Two Pair nur wenig bekommen.

Ein wirklich eiskaltes Deck hat meinen Stack schrumpfen lassen und im Push-or-Fold-Modus habe ich Pocketjacks in LP bekommen. Ein EP raist zu meiner Freund und ich pushe mit einer Hand voll Blinds. Er callt mit KQs und trifft gleich die Dame auf dem Flop. Stunden später hab ich auf die Sonntagsturniere auf PokerStars gewartet. Ich hab dann noch mitten in der Nacht und völlig übermüdet aus Langeweile vier Tables (NL10, NL20 und NL100) aufgemacht und etwas gedaddelt. Heute morgen ist mir erst aufgefallen, dass ich $20 mehr hatte, wie vor dem Turnier-Einkauf. Also knappe $75 plus ohne es zu merken … $1.000 ich komme 😉

Salute,

bevor der letzte Tag der Arbeitswoche hinter mir liegt, noch einmal ein kleines Update von mir. Unter der Woche ist es mir im Moment nahezu unmöglich genügend Hände zu spielen, um auf eine vernünftige Sample-Size zu kommen.
Daher habe ich für heute und Samstag Nacht eine Grinding Session eingeplant, damit ich auch meine 10.000 Hände für den Monat Juli schaffe, um die Side-Bet zu gewinnen.
Bisher liege ich bei knapp 4.000 Händen und einem BB/100 Hands Wert von ungefähr 3. Bin eigentlich ganz zufrieden, obwohl mir noch einige Leaks in meinem Spiel aufgezeigt wurden, die es zu beseitigen gilt.
Mein Plan ist, bis zum Ende des Monats, die Leaks abzustellen und so lange noch auf .50/1 zu grinden, ehe es im August of 1/2 geht.

Nachdem ich mich nun häufiger mal auch mit anderen Pokerseiten außer Intelli und 2+2 beschäftigt habe, ist mir auf der amerikanischen PocketFives Seite der Podcast aufgefallen. Bin bisher bei Pokerpodcasts immer sehr skeptisch gewesen, da mir die Beschreibung von Händen immer recht langweilig vorkam. Ich habe bisher in zwei Ausgaben reingehört und war recht angetan. Besonders die Ausgabe vom 3. Juli war sehr interessant, als Annie Duke zum Ultimate Bet Skandal Stellung bezogen hat.
Den Podcast findet ihr hier, er ist aber auch unter iTunes zu finden.

Nachdem ich das Stoxpoker Buch „Winning tough Holdem Games“ nun endlich beiseite legen konnte, warte ich nun darauf, dass PokerStars mir mal langsam mein bestelltes „Super System“ Exemplar zukommen lässt. Ich habe letztens in der Buchhandlung mal etwas quergelesen und war begeistert. Ist halt mal etwas Anderes, als die reine Theorie und mit Sicherheit nicht schlecht zu lesen, um das ganze Drumherum um das Spiel zu verstehen.

Um mal auf den den Vorschlag von Sky in den Kommentaren von Nerdsuperflys Eintrag einzugehen. Bei mir sind im Moment keine Hände vorhanden, die großen Diskussionsbedarf benötigen. Einzig meine Stats sind im Moment interessant.
Ich werde im nächsten Eintrag mal die Stats nach meinem Wochenende posten, in der Hoffnung, dass sich einige Schwächen bis dahin etwas verbessert haben.

Keep going,
Don Scots

Long Vegas Nights

Juli 16, 2008

So, der Main Event ist für´s Erste beendet und langsam kehrt der Alltag wieder ein. Na ja, noch nicht ganz. Heute hatte ich mal wieder eine dieser Powersessions. Von Sonntag auf Montag nur zwei Stunden geschlafen und dann den ganzen Tag gearbeitet. Letzte Nacht auch „nur“ fünf recht unruhige Stunden gehabt und den ganzen Tag im Park mit der Kleinen rumgetollt. Als ich um 20 Uhr nach Hause kam, wartete Arbeit auf mich. Kurz angefangen und noch ein paar Stunden mit der Frau verbracht und nun bis jetzt (5:30 Uhr) gearbeitet. War nichtmal viel, aber die Müdigkeit verlangsamt ja das Denken … Insgesamt hab ich einen Bericht über die neun Finalisten bei der WSOP geschrieben und das Interview mit xenja (zweiter beim Rekord Sunday Million) auf´s virtuelle Blatt gebracht. Zum Sunday Million muss ich sagen, dass es wirklich cool war zwei deutsche Spieler dort zu sehen. Etwas genervt hat mich die teilweise (wenn auch spärliche) negative Kritik der beiden. Roundhauskik hatte teilweise Glück und sah am Ende nicht so gut aus, was dann aber auch das GEamtbild verzerrte. Ich habe mich mit ihm über ein mögliches Interview unterhalten und er hat abgelehnt. Lustiger weise habe ich herausbekommen das er sogar ein Kommilitone von mir ist – Ja, die Welt ist klein. Und die Kritik am Deal von xanja raff ich wirklich nicht. Er ist relativ unerfahren und ist beim Deal der Chipleader. Jedoch mit nicht einmal 40 BB und mit zwei Shortys im Nacken hat er auf $15K verzichtet, aber immernoch $235.000 abbekommen. Der dritte hätte ohne Deal knapp über $140K und der Zweite fast $200K bekommen, so das ich (!) finde der Deal war noch vertretbar.

Jetzt noch schnell die Super Tuesday Hände speichern und ab ins Bett für zwei weitere Stunden Schlaf. Den morgen gibt´s dann als erstes den Bericht zum ST.

Geht doch!

Juli 14, 2008

Hola Leute, … wie ihr an meinem schwunghaften schreiben merkt, läuft´s derzeit. Na Ja, zumindest ein bisschen. Zum spielen komme ich zwar kaum, aber das olle Blindsschuppsen auf Poker4Ever klappt ganz gut. Zugegeben: Meine Hände halten, ich treffe die Boards sehr gut (alleine heute zweimal Straight gg. Two Pair gefloppt) und die bösen Suck-outs verschonen mich, aber ich denke ich könnte wirklich die „magischen“ $1.000+ knacken und dort dann mal auscashen.

Heute ist wieder Nachtschicht angesagt, aber zum spielen komme ich auch nicht, da ich mal wieder extrem müde bin. Die 2X-Promotion von PokerStars hat den drei großen Sonntagsturnieren enorme Spielerzahlen gebracht – alle mit Rekordteilnehmerfeld! Also mal guggen wann ich ins Bett komme und wie viel Schlaf ich bekomme.

Habe eben noch zwei Qualifier für den Turbo Takedown gezockt und bei dem einen konnte ich mir ein Ticket erspielen. Das erste lief zu Beginn gut, doch dann habe ich dummerweise `ne Hand mit TxTx versemmelt und war busto (War ein MTT-Sat mit sieben Seats). Beim STT-Sat habe ich dann meinen Tisch gewonnen und kann mich schon mal etwas mit der Materie MTT auseinandersetzten, denn der Turbo Takedown ist meines Erachtens eine nettes Sache. Hier noch die (suckout) Hand, die mir den Sieg geebnet hat (einfach auf das Bildchen klicken!).

Dann auch noch einmal von mir der Hinweis, dass PocketFives nun auch auf deutsch zu finden ist. Unser Ex-Kollege mischt dort kräftig mit und ich bin zuversichtlich das es ein voller Erfolg wird.

Für alle Neugierigen HIER noch einaml der Link und HIER der private Blog von „Shadow“.

Last, but not least mal wieder ein nützlicher Link abseits des Pokerns. Auf diese Website findet ihr alle Southpark Folgen … und das völlig legal!

EDIT: Suckout Hand eingefügt 😀

PocketFives auf deutsch

Juli 13, 2008

Salute,

habe etwas länger nichts mehr von mir hören lassen. Die Arbeit bricht im Moment etwas über mich herein, so dass vieles im Moment auf der Strecke bleibt. Dazu gehört leider auch das Pokerspiel, so dass ich diesen Monat erst knapp 2.000 Hände gespielt habe.
Ich konnte das halten, was ich mir vorgenommen hatte und bin an den FL SH Tischen geblieben, was mit etwas mehr als 3.5 BB/100 Händen belohnt wurde. Dazu kommt der Rakeback, so dass ich zuversichtlich bin, Ende des Monat wieder das Limit 1/2 in Angriff nehmen zu können.
Ich muss zugeben, die ständigen Spielart-Wechsel und swingbedingten Unsicherheiten haben meine BR schon arg schrumpfen lassen.

Ansonsten gibt es von meiner Seite pokertechnisch nicht viel zu berichten. Aber andere Herrschaften waren die weitaus fleißiger.
Wie ich ja schon geschrieben habe, hatte sich Spieler ErsterAlles durch das Intelli-Freeroll für den WSOP Main Event qualifiziert. Dor trat er denn an und hatte wohl auch am ersten Tag einige gute Hände erwischt und seinen Stack dadurch weiter ausgebaut. Er schaffte es dann bis in den Tag 2, ehe dort dann leider Schluss war, und er noch vor den Money-Plätze die Segel streichen musste. Schade, eine Platzierung im Geld hätte ich ihm schon gegönnt. Ist vielleicht ein schwacher Trost, aber die Erfahrung und das Erlebte kann ihm niemand nehmen!

Der zweite Fleißige ist ein ehemaliger Intelli-Kollege von Nerdsuperfly und mir. Harald hat sich einen Job geangelt, auf den viele wohl ziemlich neidisch sind. Seit einigen Wochen ist Content Manager für die neu entstandene Plattform von PockerFives in Deutschland.
Heute kam dann die Nachricht, dass die Seite online ist und das PocketFive Angebot nun auch in Deutsch erhältlich ist. Dazu werden wohl neben News-Artikeln auch Strategie-Content und eine Deutschland-Database bzgl. Turnierergebnisse vorhanden sein.
Definitiv eine Bereicherung auf den deutschen Pokerseiten, die sich hoffentlich behaupten kann und ihren Platz auf dem Markt findet.
Die Seite ist unter http://de.pocketfives.com/ zu finden.

Von mir gibt es dann beim nächsten Mal mehr zu berichten. Ob ich meine selbstauferlegte Challenge von 10.000 Händen im Juli schaffe, ist mehr als unklar, aber ich arbeite daran.

Keep going,
Don Scots

Die WSOP schlaucht mich ohne Ende. Auch wenn ich Tausende von Kilometern von SIn CIty entfernt bin, fühle ich mich total matt und ausgelaugt. Die Zeitverschiebung zu meinen Kollegen verwirrt mich zunehmend. Klar ist es einfach neun Stunden abzuziehen, aber mich verwirren die Daten. Gehe ich schlafen, beginnt für sie der Späte Nachmittag bzw. Abend. Wache ich auf, gehen sie in´s Bett und wenn ich etwas gearbeitet habe, stehen die ersten schon wieder auf. Gerade jetzt warte ich noch auf die amerikanischen Kollegen vom PokerStars Blog, wegen ein paar Details bzgl. der Sonntagsturniere. Manchmal weiß ich schon gar nicht mehr, was aktuell ist.

Ich bin so fix und alle, dass ich heute den ganzen Tag (über 12 Stunden) für nur drei Artikel gebraucht habe. Nix aber auch gar nichts ist mir eingefallen. Das Auswerten der Hände war eine Qual und das meine Sehkraft zunehmend schlechter wird, verstärkt die Müdigkeit. Ich frage mich wie Klaus, Robin und Alex (und Co) das in Las Vegas verkraften. Die müssen mehr als „auf dem Zahnfleisch gehen“, denn was die leisten … meine Fresse! Ich glaube wenn die mal richtig einschlafen würden, bekäme man sie nicht mehr wach. Alex hat sich „Wenn ich tot bin, kann ich immer noch schlafen“ auf den Banner geschrieben. Solange möchte ich nicht warten.

Müdigkeit ist hier ein gutes Stichwort. Denn meine kleine Tochter ist derzeit so aufgedreht und anstrengend. Heute hat sie mich mal wieder um 8 Uhr geweckt. Kein Problem, wäre man (mal wieder) nicht erst um 4 Uhr ins Bett gefallen. Aber wenn die „Prinzessin“ aufstehen will, dann gibt´s keine Gnade. Dann wird auf einem rumgesprungen, um´s Bett geflitzt und rumgequasselt, bis man aufstehen muss. Na ja, sie ist schon ein süßes kleines Ding, drum sei ihr das verziehen 😉

Seit neustem hat sie ein kleines Laufrad und trainiert schon ganz fleißig. Ganz ehrlich, hätte ich ihren Ehrgeiz, dann würde ich wahrscheinlich schon bei der WSOP mitspielen … sie ist ständig am erlernen und verbessern. Das ist wohl eines der tollsten Dinge, die man von so kleinen Kindern lernen kann.

Davor war ihr Pferdchen („Honey“) eines ihrer liebsten Spielzeuge. Aber das Pferdchen habe ich nicht mit der Überschrift gemeint. Vielmehr ging es um das HORSE-Turnier der BBVSOP, welches ich gestern (auch hier zeigt sich meine Müdigkeit – ich habe rund 5 Minuten überlegen müssen, wann das Turnier war) gespielt habe. Hier muss ich sagen, dass es aufgrund der „flotten“ Blinds etwas ärgerlich war, da ich schon viel zu früh alles riskieren musste.

Eine Hand habe ich recht unglücklich auf der letzten Straße beim Stud-high verloren und war shortstacked. Im Hold`em Level konnte ich dann mit 4d 3d  nach einem Raise und Reraise mit meinen dreieinviertel Small Bets schon vor dem Flop pushen. Das Board läuft 5d 5s 4c 3h 8h aus und ich war bei über 5 Big Bets angelangt und konnte zumindest etwas verschnaufen.

Ich habe mich dann auf Platz fünf mit Ks 2c gg. Qh 7h verabschiedet und war der erste Spieler im Geld. Damit zahle ich dann den Heads-up-Event am Mittwoch und den Main Event am Samstag (?). Dazu spende ich noch etwas für das TONY-Turnier und sollte ich bei den beiden Events gewinenn, kommt das auch auf die Spende drauf. Also Daumen drücken 😀

Stud gefällt mir übrigens immer mehr und ich beginne mal wieder etwas Cashgame zu spielen. Abwechselnd High, High-8 und Razz. Demnächst will ich mir dann noch mal verstärkt Omaha High-8 anschauen und das gute alte FL-Hold`em soll auch nicht vergessen werden. …. immerhin habe ich jetzt ein Konzept 😉